DSFinV-K: Der Datenstandard für Registrierkassen

Titelbild DSFinV-K, eine Grafik mit Linien und Punkten für die einheitlichen Datenstandards

DSFinV-K: Der Datenstandard für Registrierkassen im Detail erklärt

Im vergangenen Augut wurde die Version 2.0 der DSFinV-K veröffentlicht. Hier erklären wir die wichtigsten Punkte der “Digitalen Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme” im Detail.

Das Ziel der DSFinV-K ist die Definition einer Struktur für Daten aus elektronischen Aufzeichnungssystemen (Kassensysteme). Ab 1. Januar 2020 gilt diese für die Nutzung der gesetzlich geforderten einheitlichen digitalen Schnittstelle (§ 146a AO). Mit der Einführung der DSFinV-K soll sichergestellt werden, dass

  • die Datenbereitstellung für die Außenprüfung von Kassen sowie für die Kassennachschau einheitlich erfolgt.
  • alle im jeweiligen System erfassten Daten in ein Archivsystem ausgelagert werden können.
  • die Überprüfung der in die Finanzbuchhaltung übertragenen strukturierten Kassendaten ermöglicht wird.

Die 3 Bereiche der DSFinV-K

Die DSFinV-K ist in folgende Bereiche aufgeteilt:

  1. Einzelaufzeichnungsmodul
  2. Stammdatenmodul
  3. Kassenabschlussmodul

Zu jedem Kassenabschluss müssen die Stammdaten festgehalten werden, damit unsachgemäße und schlechte Datenhaltung vermieden wird. Somit ist eine temporale Datenhaltung der Stammdaten nicht nötig. Vor einer Stammdaten-Änderung muss ein Kassenabschluss erfolgen, damit die Stammdaten eindeutig dem jeweiligen Kassenabschluss zugeordnet werden können.

Hier erklären wir die drei Module der DSFinV-K im Detail:

1. Das Einzelaufzeichnungsmodul

Als Grundlage der Datenspeicherung dienen die Einzelaufzeichnungen, welche sich wiederum in zwei essentielle Bereiche aufteilen:

  1. Bonpos(itionen)
  2. Bonkopf

Bonpos:

Diese beinhalten die einzelnen Positionen eines Geschäftsvorgangs mit korrektem USt-Satz, Menge und Art der gelieferten Gegenstände. Zudem muss die Berechnungsmethode der ausweisbaren USt klar dargestellt sein (Brutto oder Netto).

Bonpos_USt: Jede Position muss einen USt-Satz zugeordnet bekommen
Bonpos_Preisfindung: hier befinden sich Detailangaben zur Entstehung des Preises zB. Rabatt oder Aufschlag
Bonpos_Zusatzinfo: dient der Erläuterung von verkauften Produkten (Bsp.: Menü- Getränk und Mittagessen) kann aber auch abweichen (Bsp.: Schnitzel mit Reis anstatt mit Kartoffeln)

Bonkopf:

Der Bonkopf setzt sich im Normalfall aus allen Einzelpositionen zusammen. Zusätzlich gibt es folgende Dateien:

Datei Bon_Referenzen: In dieser Datei kann sowohl auf Prozesse innerhalb der DSFinV-K als auch auf externe Systeme verwiesen werden.
Datei TSE_Transaktionen: Hier sind die Transaktionen der Daten zu speichern. Diese Daten werden benötigt, damit abgesicherte Protokolldaten ohne TSE-Export verifiziert werden können und um die Gültigkeit der verwendeten TSE-Zertifikate zur Zeit der Protokollierung prüfen zu können.

Musterbeleg DSFinV-K

2. Das Stammdatenmodul

Die Stammdaten für jeden Kassenabschluss werden nur einmal gespeichert. Falls Änderungen in den Stammdaten vorgenommen werden, muss zuvor ein Abschluss erstellt sein. Stammdaten umfassen die Daten des Kassenabschlusses, dazu gehören:

  • Datum und Uhrzeit
  • Start- sowie End-ID
  • Unternehmensdaten inkl. Steuernr. bzw. UStnr. und IDnr.
  • Datei: Stamm_Orte
  • Namen und Orte der Betriebsstätten mit Kassen.

3. Das Kassenabschlussmodul

Dieses Modul übernimmt eine Buchungsbeleg-Funktion, damit auch die Daten des jeweiligen Kassenabschlusses digital gespeichert werden

  • Datei: GV_Typ
  • Datei: Zahlamt
  • Datei: Waehrungen

Weitere Informationen rund um die DSFinV-K finden Sie auf der Website des Bundeszentralamts für Steuern sowie hier am KassenSichV-Blog.

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